Freitag, 7. November 2014

Apps with Love - Gastvortrag Beni Hirt CEO, Notizen 07.11.2014

...live aus der Vorlesung
Wie vor zwei Wochen bloggen wir direkt aus der Vorlesung, für all jene, welche nicht dabei waren oder nicht ganz so aufmerksam zugehört haben ;)


Das Wichtigste über Apps with Love:
Apps with Love hat unter anderem für Swisscom die Apps One Tap, Roaming Guide und Open Air Buddy realisiert. Weitere Apps der Berner Agentur sind die Kornhausbibliotheken-App, die Apps Journal B und SBB.Connect. (Quelle kleinreport.ch)


Information zur Funktion:
Co-Gründer und CEO von Apps with Love, tritt per Ende 2014 aus dem Unternehmen aus. 

Was ist App Economy? Gabler Wirtschaftslexikon 

Reflexion zu dieser Definition:
  • Usability
  • für fast jede Funktion eine App (geringe Funktionstiefe)
  • "kurzer" Lebenszyklus (Achtung Facebook, SBB, Whatsapp sind fast nicht mehr wegzudenken); die App selbst ist ein Transportmedium, aber meist eigentlich nicht das Produkt!
  • Vorwiegend an Konsumenten gerichtet (bereits veraltet, bsp. mobile Zeiterfassung)
  • Überwiegend niedrigpreisig (teuerste App U.S.A.: $800, daher nicht zwingend richtig)
406'000 professionelle Entwickler
667'000 direkte App Economy Jobs
12% jährliche Wachstumsrate
(mit Vorsicht zu geniessen! Gibt verschiedene Zahlen)


Merke: Ohne mobiles Internet keine Apps!
Wie verdiene ich mit Apps Geld?
Input: Ca. 65% des Erlöses bleiben ca. für einen Entwickler, wenn er sein App im App-Store anbietet. 


1. App-Verkäufe (44%)
2. App-Entwicklung für andere (42%)
3. Werbung (31%) (z. Bsp. Gratisfunktionen, für Erweiterungen zahle ich)
4. Lizenzen (20%)
5. App als Promotion für etwas anderes, (11%) (z. Bsp. der Gurten-Buddy)
6. wird nicht angestrebt (Rest)

Gängige Plattformen für Apps: Google Play (1.3 Mio verfügbare Apps), Apple App Store (1.2 Mio), Windows Phone Store (300'000), Amazon Appstore (240'000, BlackBerry World (130'000)


Top 6 Kategorien im App Store: Spiele (20%), Bildung (10%), Business (knapp 10%), Lifestyle (8%), Unterhaltung (7%), Hilfsmittel (5%)

Wie beeinflussen diese Plattformen die restliche App Economy?
  • User: beschränkte Verfügbarkeit von Apps (Android/iOS)
  • Usability: Performance der Geräte muss so gut sein, so dass sie auch im Browser funktioniert
  • Kunden: Entwicklungs- und Betriebskosten / Für wen entwickeln wir? iOS oder Android, beide?
  • Angebot: Wahl des Geschäftsfelds, Marketingstrategie (Full-Service-Entwickler, iOS-Spezialisten?)
  • Entwickler: Skillset, Make or Buy
  • Technologie: Crossplattform-Tools, Web vs. Native?

Trends für Apps:
NFC (Near Field Communication) und Beacons (low batterie Bluetooth 4.0) eröffnen ganz neue Möglichkeiten:
  • mobile Zahlungsmöglichkeiten
  • Kontextmarketing: Indoornavigation & Location Based Targeting
  • Push Notifications - bald direktester, kosteneffizientester Kommunikationskanal
  • Hybrid Apps oder HTML5 Mobile (web) Apps nehmen zu - Hemmer: Netzabdeckung, Performance und Usability sowie Memory Space!

In welcher Lebensphase steht die App Economy?Fragen, welche man sich als Entwickler stellen muss:
  • Wie lange wächst der Mark noch?
  • Wann werden die Kuchenstücke verteilt?
  • Wie verändern sich die Kundensegmente und deren Bedürfnisse

Wir befinden uns zwar noch in der Wachstumsphase, ist aber schon bald in der Reifephase (B. Hirt).

Mögliche Geschäftsmodelle:
  • App-Verkäufe
  • In-App-Verkäufe (z. Bsp. Levels in Games)
  • Werbefinanzierung (z. Bsp. Banner)
  • App als Kanal
  • Distribution
  • Promotion
  • Service
  • Enterprise-Lösung (Ertrag aus Lizenzen)

Mobile Apps: Umsätze und Effizienz steigern:
  • kein Steuverlust wie z. Bsp. bei Plakaten
  • Repetitions-Käufe durch Push-Nachrichten
  • Inventar-Bestände besser steuern mit bspw. kurzfristigen Sonderangeboten
  • Zusatzinfos & Interaktionsmöglichkeiten helfen bei Entscheidungen
  • Optimieren von Kundenservices mittels Foren-Fragen/-Antworten von Kunden zu Kunden (Kostenreduktion)
  • Prozesse vereinfachen
  • Kunden-Engagement: Real-Time Interaktion
  • Kundenservice & Support etc.
Eine App zu entwickeln von der Idee bis zur erfolgreichen App= zwei Monate bis zwei Jahre
Einflussfaktoren im App-Entwicklungsprozess:
  • Länge der Nutzerbedürfnisklärung
  • Umfang Funktionalität
  • Anspruch an Konzept, Design und User Experience
  • Anbindung an bestehende Systeme
  • Qualität der Projektleitung
  • Anzahl Plattformen

App-Preis am Beispiel Autokauf: Preise zwischen 5'000 - 500'000 abhängig von: Betriebssystemen, Funktionen, Komplexität, Sprachen und Ökosystem, welches rundherum gebaut werden muss.

Beispiel Apps with Love mit Swisscom:
Beispiel Apps with Love mit der Klubschule Migros:


2 Kommentare:

  1. Super Eintrag. Gelingt es die App Economy mit mit dem neuen Megatrend Internet der Dinge zu verbinden? Wenn j kann die App Economy ein sehr lukrativer Markt für die Zukunft sein. Wer mehr über den neuen Megatrend erfahren möchte kann das auf meinem Blog www.worldofdigitalmarketingbfh.blogspot.ch tun.

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  2. Die App Economy ist ein spannendes Thema. Als Unternehmen bewegt man sich aber hier auf einem schmalen Grat, wie die (negativen) Beispiele in der Vorlesung gezeigt haben.

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